Bauen rund um das Welterbe
Die Königshalle und das Gelände des Klosters Lorsch prägen das Bild der Stadt. Rund um das Kloster und den Marktplatz stehen Fachwerkhäuser und alte Bürgerhäuser. Wer hier ein Geländer, ein Vordach, ein Tor oder neue Fenster plant, sollte früh klären, ob das Haus selbst ein Kulturdenkmal ist oder in einem geschützten Bereich liegt. In Hessen können auch ganze Straßenzüge als Gesamtanlage unter Schutz stehen. Dann gilt der Denkmalschutz auch für Häuser, die für sich genommen kein Denkmal sind.
Für solche Vorhaben gehen wir so vor:
- Wir sehen uns das Haus an und nehmen Maße, Formen und Farben der Fassade auf.
- Wir schlagen eine Ausführung vor, die sich zurücknimmt: schlanke Profile, klare Teilung, eine matte Beschichtung im passenden Farbton.
- Sie erhalten eine Zeichnung mit Angaben zu Material, Oberfläche und Befestigung, die Sie der Denkmalschutzbehörde vorlegen können.
- In die Fertigung gehen die Teile erst, wenn die nötige Genehmigung vorliegt.
Ob für Ihr Vorhaben eine Genehmigung nötig ist, klären wir vor Beginn mit Ihnen. Mehr zu den einzelnen Bauteilen finden Sie unter Geländerbau, Vordächer und Fenster und Türen.
Auch die Montage will in der Altstadt gut geplant sein. Gassen sind schmal, und Platz zum Abstellen gibt es kaum. Größere Geländer und Vordächer planen wir deshalb so, dass sie sich in handlichen Teilen anliefern und vor Ort verschrauben lassen. Ob für ein Fahrzeug oder ein Gerüst auf dem Gehweg eine Erlaubnis der Stadt nötig ist, klären wir rechtzeitig mit Ihnen.
Innen im Fachwerkhaus
Auch im Inneren alter Häuser ist Sorgfalt gefragt. Holzbalken, Lehmgefache und alte Dielen reagieren auf Feuchtigkeit anders als Beton und Ziegel. Beim Trockenbau achten wir darauf, dass die Wand Feuchtigkeit wieder abgeben kann und sich hinter der Verkleidung kein Tauwasser sammelt. Neue Treppen setzen wir so ein, dass alte Balken möglichst wenig geschwächt werden. Und wenn neue, dichte Fenster eingebaut werden, sprechen wir mit Ihnen über das richtige Lüften, damit sich kein Schimmel bildet.
Wenn das Dachgeschoss zur Wohnung wird
In vielen alten Häusern rund um die Altstadt liegt unter dem Dach ungenutzter Raum. Wird daraus eine Wohnung, kommen mehrere Gewerke zusammen: Dämmung und Wände im Trockenbau, neue Fenster, ein neuer Boden und eine Treppe, die in das enge Treppenhaus passt. Für Aufenthaltsräume verlangt die Bauordnung außerdem einen zweiten Rettungsweg. Manchmal kann eine Außentreppe aus Stahl diesen Weg bilden. Ob das bei Ihrem Haus in Frage kommt, klären Planer und Bauaufsicht, die Treppe fertigen wir dann nach DIN EN 1090.
Wohngebiete und Gewerbe in Lorsch
Außerhalb der Altstadt sieht Lorsch ganz anders aus. In den Wohngebieten stehen Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und kleinere Mehrfamilienhäuser mit Gärten. Typisch sind hier Terrassengeländer mit Glas, Außentreppen in den Garten, Vordächer und Hoftore mit Antrieb. Wer neu baut, sollte die Befestigung von Geländer und Vordach vor dem Aufbringen der Dämmung mit uns klären, denn an einer fertig gedämmten Fassade ist der Aufwand höher.
In den Gewerbeflächen am Stadtrand arbeiten wir für Betriebe mit Lager und Halle: Bühnen und Podeste, Treppen mit Industriegeländer, Toranlagen für das Betriebsgelände und die jährliche Regalprüfung nach DIN EN 15635. Für Läden und Praxen in der Innenstadt bauen wir Vordächer, Gitter und Sicherheitstüren und gestalten Räume mit Trockenbau und neuen Böden um.