Hofreiten in Alzey und den Stadtteilen
Die rheinhessische Hofreite prägt die alten Ortskerne in Dautenheim, Heimersheim, Schafhausen und Weinheim und Teile der Kernstadt. Das Wohnhaus steht an der Straße, dahinter liegen Hof, Scheune und Nebengebäude, nach außen schließt ein großes Tor den Hof ab. Heute wird in vielen Hofreiten gewohnt, Wein gemacht oder eine Ferienwohnung vermietet. Für den Metallbauer ergeben sich daraus immer wieder ähnliche Aufgaben: ein neues Hoftor, eine Außentreppe zur Wohnung über dem Stall, ein Geländer an der Galerie in der Scheune oder ein Vordach über dem Eingang im Hof.
Das Hoftor: erhalten oder neu bauen?
Viele alte Hoftore sitzen in einem Bogen aus Sandstein oder zwischen zwei gemauerten Pfeilern. Solche Öffnungen sind selten genau rechtwinklig, deshalb messen wir an mehreren Stellen und fertigen das Tor genau für diese Einfahrt. Wer den alten Charakter erhalten möchte, wählt oft ein Tor mit Stahlrahmen und Holzfüllung. Moderner wirkt ein Tor mit senkrechten Stäben oder mit einer Füllung aus Lochblech. Ein Antrieb lässt sich gleich mit einplanen, auch wenn Sie ihn erst später einbauen möchten.
Ist der Hof gepflastert und fällt zur Straße hin ab, kann ein Flügeltor beim Öffnen am Boden streifen. Dann planen wir das Tor so, dass es über dem Pflaster frei schwenkt, oder wir raten zu einem Schiebetor, wenn neben der Einfahrt genug Platz an der Mauer ist.
Scheunen umbauen: Treppe, Galerie und Ausbau aus einer Hand
Wird eine Scheune zu Wohnraum, braucht es fast immer eine neue Treppe, oft eine Galerie mit Geländer und manchmal eine Stahlkonstruktion, die eine neue Decke trägt. Danach folgen Dämmung, Trockenbau, Fenster, Türen und Böden. Weil wir Metallbau und Innenausbau beide selbst ausführen, greifen die Arbeiten ineinander: Die Treppe steht, bevor der Boden kommt, und die Wände sind fertig, bevor das Geländer montiert wird.
Ob alte Holzbalken neue Lasten tragen können, prüft ein Statiker. Für eine Nutzungsänderung von der Scheune zur Wohnung ist meist eine Baugenehmigung nötig. Wir klären das zu Beginn mit Ihnen, damit der Umbau nicht an einer fehlenden Unterlage hängen bleibt.
Metallbau für Weingüter rund um Alzey
Rheinhessen ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands, und rund um Alzey reichen die Rebflächen bis an die Ortsränder. In Kelterhalle und Keller sind Bühnen und Laufstege an den Tanks gefragt, dazu Treppen in den Keller, Geländer an Rampen und Überdachungen aus Stahl über Hofflächen. Für Bereiche, die oft nass gereinigt werden, empfehlen wir verzinkten Stahl oder Edelstahl und Stufen aus Gitterrost, auf denen das Wasser nicht stehen bleibt.
Während der Lese hat im Weingut niemand Zeit für Handwerker. Arbeiten im Keller und in der Kelterhalle planen wir deshalb gern in ruhigeren Monaten. Bauteile kommen fertig vorbereitet aus der Werkstatt, damit die Montage vor Ort kurz bleibt und der Betrieb weiterlaufen kann.
Für Vinothek, Probierstube oder Hofladen übernehmen wir auch den Ausbau: Trockenbau, Boden, Fenster und Türen, dazu eine Treppe oder ein Geländer, das im Raum zum Blickfang wird. Wie wir dabei vorgehen, steht auf den Seiten Innenausbau und Treppenbau.
Arbeiten in der Altstadt unterhalb des Schlosses
In der Altstadt rund um das Schloss stehen die Fachwerkhäuser dicht an dicht, die Gassen sind schmal und oft gepflastert. Große Bauteile lassen sich hier schwer anliefern. Wir teilen Geländer und Treppen deshalb so auf, dass sie durch Hauseingang und Treppenhaus passen, und verschrauben sie erst vor Ort.
Schweißen am Fachwerkhaus vermeiden wir, wo es geht, denn altes Holz und Lehm fangen leicht Feuer. Was geschweißt werden muss, erledigen wir vorher in der Werkstatt. Befestigt wird in tragfähigem Mauerwerk oder Holz, nicht in mürbem Putz. So sitzt ein neuer Handlauf auch im alten Treppenhaus fest, und das Haus nimmt keinen Schaden.